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    Geschichte und Natur beim 24-Stunden-Wandererlebnis im Harz
    Vom 04. bis zum 06. August macht die 24h Trophy Station in Wernigerode

    28.04.2017

    Der Harz, das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands mit seinen bizarren Felsformationen und malerischen Wäldern, ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. Noch eindrucksvoller wird die Erfahrung für die Teilnehmer der 24h Trophy von Wernigerode. Vom 04. bis zum 06. August entdecken die Wanderer auf einer 12h- oder 24h-Tour mit Rundum-sorglos-Paket die Schönheit des Nationalparks, den geschichtsträchtigen Brocken und jahrhundertealte Fachwerkhäuser. Gemeinsam ohne Wettbewerbscharakter rund um die Uhr faszinierende Landschaften erleben, das zeichnet das Wander-Kultevent aus.

    Der Brocken – ein Berg, der deutsche Geschichte erzählt. Im unmittelbaren Grenzgebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland gelegen, wurde auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges eine militärische Abhöreinrichtung auf dem Brocken errichtet. Umgeben von einer drei Meter hohen Sperrmauer ließen das Ministerium für Staatssicherheit der DDR und die Rote Armee von hier den westlichen Funkverkehr abhören. Mit der deutschen Wiedervereinigung fiel unter dem Druck der Bürger am 03. Dezember 1989 auch die Mauer auf dem Brocken. Bis heute ist bei genauem Hinsehen der Verlauf der Grenze zu erkennen. Die allgegenwärtige Geschichte ist aber nur eine Besonderheit des 24h-Wanderevents von Wernigerode. Denn bei der vierten Station der diesjährigen 24h Trophy können die Teilnehmer bei einer 12h- oder 24h-Wanderung gleich in doppeltem Sinne gemeinsam über Grenzen gehen: die historische und die körperlich-mentale.

    24h-Tour: Rund um den Brocken
    74 Kilometer und 2.041 Höhenmeter in 24 Stunden: Vom Start am Marktplatz in Wernigerode führt die 24h-Wanderung zunächst hinauf zum Armeleuteberg und dem Kaiserturm, einem für Kaiser Wilhelm II. errichteten Aussichtsturm. Von dort geht es hinein in den Harzwald und zu dem idyllisch an einem Wasserfall gelegenen Gasthaus Steinerne Renne. Über den 584 Meter hohen Ottofelsen, das Naturerlebniszentrum HohneHof (Mittagspause), die Leistenklippe und den Ahrensklint verläuft der Weg weiter zu den Feuersteinklippen, die dem harztypischen Kräuterlikör seinen Namen gaben. Vom Luftkurort Schierke aus besteigen die Wanderer schließlich den Brocken, den mit 1.141 Metern höchsten Berg im Harz. Dort ist Zeit, das Brockenhaus zu besichtigen, das als Nationalpark-Besucherzentrum auch die deutsch-deutsche Geschichte sowie die Mythen und Sagen rund um den Berg dokumentiert. Bei guter Sicht bietet sich zudem ein Blick bis nach Thüringen, ins Weserbergland und zum Petersberg bei Halle (Saale). Danach geht es weiter durch das Goethemoor bis zum Eckersprung, entlang des Harzer Grenzweges vorbei am Dreieckigen Pfahl und über den Wurmberg bis zum Schierker Loipenhaus, wo die große Abendpause stattfindet. Die erste Nachtetappe führt über den Kaffeehorst nach Elend, den Ort mit der kleinsten Holzkirche Deutschlands. Vorbei an der Mandelholztalsperre, dem Königshütter Wasserfall und dem Schaubergwerg Büchenberg verläuft die abschließende Wegstrecke durch das Christianental, über den Agnesberg bis zum Schloss Wernigerode und an der Stadtmauer entlang bis ins Ziel auf dem Marktplatz. Dort warten die Teilnehmerehrung und ein großes Finisher-Frühstück.

    12h-Tour: Rund um Wernigerode
    Die 12h-Tour führt über 38 Kilometer und 931 Höhenmeter rund um Wernigerode mit seinen kleinen, verwinkelten Gassen. Nach dem Startschuss am Marktplatz geht es über die Himmelpforte und Darlingerode direkt hinein in den Harzwald und zum ersten Ziel, dem Ilsestein. Vom 473 Meter hohen Aussichtspunkt bietet sich ein herrlicher Blick auf das Ilsetal sowie auf den nahe gelegenen Brocken. Im Anschluss wandern die Teilnehmer zum im heimatlichen Fachwerkstil erbauten Waldgasthaus Plessenburg, wo die Mittagspause stattfindet. Danach geht es vorbei am Ferdinandsstein und der Stempelsbuche zur Rangerstation am Scharfenstein und auf dem Harzer Grenzweg Richtung Brocken bis zur Hermannsklippe. Weiter über den Molkenhausstern und die Öhrenklippen erreichen die Wanderer das Gasthaus Steinerne Renne. Nach einer kurzen Pause führt der Weg entlang der Holtemme und der Gleise der Harzer Schmalspurbahn durch den Ortsteil Hasserode zurück zum Marktplatz in Wernigerode. Im Ziel gibt es für jeden eine Urkunde und die Finisher-Party.

    Rundum-sorglos-Paket für 100 Prozent Genuss
    Die Landschaft, die Aussicht, die Natur, das Erlebnis in der Gruppe – all das sollen die Teilnehmer der 24h Trophy voll und ganz genießen können. Damit sie sich zu 100 Prozent darauf konzentrieren können, übernehmen die Veranstalter die komplette Organisation und bieten ein Rundum-sorglos-Paket. Weder um die Streckenführung noch um die besten Pausenplätze oder die Versorgung mit Snacks und Getränken an den Zwischenstationen oder warme Mahlzeiten während der längeren Pausen müssen sich die Wanderer kümmern. Die Teilnehmer erhalten umfangreiches Info- sowie Kartenmaterial und werden durch ortskundige Guides rund um die Uhr begleitet. Im Notfall steht zudem ein Shuttleservice für den Rücktransport bereit.

    Für alle Langzeit-Wanderfans geeignet
    Alpinistische Kenntnisse sind für diese einmalige Grenzerfahrung im Harz nicht erforderlich. Die Strecken eignen sich für alle Wanderer, die 6h- bis 8h-Touren meistern. Wer an der 24h Trophy von Wernigerode teilnehmen möchte, kann sich das Ticket noch bis 12. Mai zum Frühbuchertarif von 109 Euro (24h) bzw. 69 Euro (12h) sichern. Wer Lust auf mehr bekommt, kann sich 2017 auf zwei weitere Stationen der 24h Trophy freuen: Vom 01. bis zum 03. September bei der Österreich-Premiere in Maishofen im Salzburger Land sowie vom 06. bis 08. Oktober in der Alpenwelt Karwendel.

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    Zugehörige Bilder

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    24h Trophy in Wernigerode. © Dietz. | 02.11.2016 | JPG, 20 x 10cm, 300dpi | 2.5MB