Beim 20. deutschen Kamerapreis wurde am Sonntag, den 27. Juni, Gerardo Milsztein für seine Kameraführung in dem Dokumentarfilm „Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung“ ausgezeichnet. Der Film begleitet jugendliche Straftäter auf der Suche nach einem normalen Leben. Der gebürtige Argentinier Milsztein filmte die Jugendlichen ein Jahr lang dabei, wie sie dieses Ziel mithilfe des sozialen Projekts „Work and Box“ verfolgen. Den Ausschlag für die Auszeichnung als beste dokumentarische Kameraleistung gab die herausragende Authentizität der Darstellung: „Die Kameraführung spricht die Sprache des jungen Publikums und macht die Problematik der dargestellten Jugendlichen verständlich“, heißt es in der offiziellen Begründung der Jury.
„Das Leben in den Griff bekommen“ – das haben sich die Teilnehmer der Work and Box Company aus Taufkirchen bei München zum Ziel gesetzt. Am 15. April 2010 startete der bewegende Kinofilm über das soziale Projekt in den deutschen Kinos.
Anwesend bei der Premiere im Citykino München waren u.a. Regisseur Gerardo Milsztein, die Work and Box-Initiatoren Rupert Voß und Werner Makella sowie die jugendlichen Protagonisten des Films.
Dramatisch und bewegend erzählt FRIEDENSSCHLAG
von einer Gruppe junger
gewaltauffälliger Männer, die in dem einzigartigen
Projekt der Work and Box Company
vor der entscheidenden Herausforderung
stehen: Endstation Knast oder das
Einreißen aller Mauern, mit dem Ziel, sich
selbst anzunehmen und nach totaler Abkapselung
und extremer Aggression wieder
Beziehungen und Nähe aufzubauen.
„Ihr müsst mich packen, damit ich das überhaupt packe!“, sagt Eftal nach der
Gerichtsverhandlung erleichtert zu seinem Betreuer Jürgen. Im Urteil ist keine
Haftstrafe enthalten, darauf hat er in der „Work and Box Company“ fast ein Jahr
hingearbeitet. Er hat es geschafft und er hat begriffen, dass er weiter Hilfe
brauchen wird.
Die Szene ist Teil von „Friedensschlag – Das Jahr der Entscheidung“, dem Film
über die Arbeit der Work and Box Company, der am 15. April in die deutschen
Kinos kommt. Denn Eftal ist einer von 15 bis 20 jungen Männern, die jedes Jahr
an dem Projekt in Taufkirchen bei München teilnehmen. Es bereitet gewalttätige
Jugendliche auf den Arbeitsmarkt und ein Leben in der Gesellschaft – und nicht
mehr außerhalb – vor.
FRIEDENSSCHLAG ist ein inspirierender Film über die Verwandlung von zerstörerischer Kraft in schöpferische Energie, von Selbsthass in Selbstbewusstsein, vom Verdrängen der eigenen Vergangenheit in Verantwortung für das eigene Leben.
Die Geschichte von Eftal, Marco, Josef, Denis, Juan und anderen Teilnehmern der Work and Box Company, die vor der Herausforderung ihres Lebens stehen: Endstation Knast oder die letzte Chance nutzen.
Die Initiatoren der Work and Box Company erzählen über das "Making-of" von FRIEDENSSCHLAG, wie die Idee und der Film selbst entstanden. Auch Regisseur Gerardo Milsztein und Rafael Kucab, ehemaliger Teilnehmer der Work and Box Company und Mitglied des FRIEDENSSCHLAG-Filmteams, kommen zu Wort.
Die Work and Box Company stellt sich kurz vor:
die jungen Menschen, die wir betreuen,
wer wir sind und was wir machen,
die Geschichte des Projekts,
unsere Ziele und Erfolge.
In "HerzSchlag - Mein Engagement für Menschlichkeit" - erschienen im Kösel-Verlag München - erzählt Rupert Voß seine Lebensgeschichte. Ein wichtiger Teil davon ist sein Weg zur Gründung der Work and Box Company, des innovativen Projekts, in dem der Film FRIEDENSSCHLAG gedreht wurde.