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Höhenluft Sommer 2011/2012
Wenn Europas Freeski-Elite auf Mayrhofens perfekt geshapten Snowpark trifft, ist Action der Extraklasse garantiert.
Das Mayrhofner Schwimmbad wurde 1926 in Betrieb genommen. Zu dieser Zeit zählte die Gemeinde 2.000 Einwohner und wurde von 18.176 Sommerfrischlern, vorwiegend aus Deutschland, besucht.
Jan sagt, es sei ein Klacks – und amüsiert sich über meinen entgeisterten Gesichtsaudruck. Er spricht nämlich von lockeren 1300 km Anfahrt per Bus oder Auto, die ihn für zwei Wochen Erholung von „Schwedens Garten“ im Süden des Landes direkt in das Herz der Alpen lotsen. Mayrhofen sei einfach zu erreichen. Ohne Bergstraßen fahren zu müssen, käme man inmitten der Bergwelt ans Ziel.
„Im Winter kann ich relaxen“, meint Markus Kröll locker und grinst über‘s ganze Gesicht. Wie kann man diese Worte eines Mannes einschätzen, der seit über einem Jahrzehnt zu den Top Ten der internationalen Berglaufelite gehört? Dessen Motto „Niemals aufgeben“ lautet? Und dessen Trainingseinheiten schon mal eine 20 Kilometer lange Anfahrt mit dem Rad von 600 Höhenmetern auf 1800 Höhenmeter hinauf, gefolgt vom eigentlichen Lauftraining von zwei Stunden über welliges Gelände auf bis zu 2300 Höhenmeter umfassen? „Es gibt da den Leitsatz ‚Der Wintersportler wird im Sommer gemacht und der Sommersportler im Winter.’ Und der stimmt absolut“, setzt Markus Kröll nach.
Carving wäre perfekt gewesen für ihn, sagt Ski-Ass Leonhard Stock, der seine Weltcup-Zeit beendete, als gerade eine neue Ära anbrach. Seine Leidenschaft fürs Skifahren ist präsent wie eh und je: Über eine turbulente Karriere, einen starken Charakter, „schlägige“ Pisten und geile Schwünge.
„Diese Stimmung am Waldfestplatz verzaubert“, lächelt Bianca und blickt freudenstrahlend um sich. „Ich empfinde gerade eben das Gefühl, das ich als kleines Mädchen hatte, wenn ich in der Adventszeit ganz unvermutet einen gold glänzenden Lamettafaden in der Wohnung gefunden habe. Ich war fest der Meinung, dass den das Christkind bei uns verloren hatte und voller Vorfreude auf den Heiligen Abend,“ erzählt die junge Mayrhofner Mutter.
House, Dancefloor und Drum’n Bass finden in Mayrhofen genauso Platz und Publikum wie volkstümliche Musik und Volksmusik. Mit Fatboy Slim kam ein weltbekannter Musik-Pilger zum Snowbombing-Festival in das Tal der vielen Töne.
„Toller Sven“ leuchtet an meinem Handy-Display auf und mein Fotograf grunzt: „Sag mal, was hast du denn für Telefonbucheinträge?“ Es bleibt genügend Zeit dafür, ihm ein Gesicht zu schneiden, dann hebe ich ab und telefoniere mit Herrn Toller. Mit Sven. Sven Toller, seines Zeichens Parkdesigner des VANS Penken Park in Mayrhofen. In breitem Schweizer Dialekt erklärt er mir, dass er uns ein Ski-Doo organisiert hat, damit wir ihn live bei seiner Arbeit in einem der größten Snowparks Europas erleben können.
Rote Backen, strahlende Augen und der Versuch, sämtliche Erlebnisse des Tages in einem einzigen Redeschwall unterzubringen – die kleine Lilli aus Hippach erzählt voller Stolz von ihrem ersten Skikurs. „Heute haben wir die Pizza gelernt“, sprudelt es aus dem Mund der Vierjährigen, „und der Roland hat gesagt, dass wir am Ende der Woche sogar das Eisenbahnschienenfahren lernen!“
Zugegeben, die Übungen, die uns der Masseur und ehemalige Betreuer des Österreichischen Nationalteams der Skifahrer, Jan Greisinger, ans Herz legt, lassen uns nicht so schnell die Piste runter sausen wie einen Leonhard Stock oder Stefan Eberharter.
Wandern ist gesund, wandern macht Spaß, wandern ist seit jeher Kult. In der Ferienregion Mayrhofen-Hippach war es das schon immer. Für Kenner der ältesten und zugleich vielseitigsten Sportart der Welt zählt die Perle des Zillertals zu den absoluten Favoriten unter den Wanderregionen. Nirgendwo sonst bietet das Lustwandeln durch die alpine Landschaft so viel Abwechslung und Vergnügen.
Seinen Weg in die Bike-Geschichtsbücher fand er auf einem aufgemotzten Cruiser, den er die ruppigen Schotterabfahrten des Mount Tam im kalifornischen Marin County runter ratterte. Gut 40 Jahre später findet Mountainbike-Erfinder Gary Fisher endlich den Weg bis nach Mayrhofen.
Winston Churchill sagte einst: Man muss dem Körper Gutes tun, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Eine Weisheit, die Johann Kainzner nicht nur so dahinsagt, sondern leibt und lebt. „Der Sir Churchill hätte einmal bei unserem Schmankerlfest vorbeischauen sollen“, lacht er. Bei Zillertaler Krapfen, Schliachta-Nudeln oder einem Melchermuas wäre ihm grad nur so das Wasser im Mund zusammengelaufen!“
Claus Wachsmann steht drauf. Auf Mayrhofen und Mountainbikes. Und Erlebnisse, die ihm Superlative entlocken. Ganz gleich, ob es sich um herausfordernde Mountainbike-Touren vor atemberaubender Kulisse oder rasante Räder handelt. Die Cube Bike Days vereinen beides – bringen Fahrfluss und Glückshormone in Wallung: Genialst!
Wenn es ums Heu geht, kennt ein Bergbauer keine Gnade! Weder mit dem Wettergott, noch mit sich selbst. Geht es doch neben den Futtervorräten für den Winter auch um Schutz vor Naturgewalten wie Lawinen. Das liebe Vieh und wir Menschen sollten dankbar sein – für das Bewahren der einzigartigen Kulturlandschaft und das mehr an Sicherheit im alpinen Raum.
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