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    Vom Almrauschhonig über Käspressknödel bis zur Haubenküche

    07.08.2014

    Die kulinarischen Qualitäten des Tannheimer Tals sind erstaunlich vielfältig

    Das kleine Tannheimer Tal ist geschmacklich ganz groß. Vier renommierte Gourmetrestaurants mit Hauben von GaultMillau stellen dies unter Beweis. Dabei steht eine natürliche Küche mit Zutaten aus der Region im Mittelpunkt. Die hochwertigen Produkte von Bäcker, Käser, Fischer und Imker bereichern die heimische Küche und sind bei den Gästen besonders gefragt. In Restaurants und Gasthäusern, Hofläden wie Almhütten werden die zahlreichen kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Tannheimer Tal angeboten.

    „Es ist nicht leicht mit dem Honig hier bei uns, aber dafür ist das Produkt etwas ganz Besonderes.“ Markus Peintner aus Tannheim ist einer von rund 25 Imkern im Tannheimer Tal, und er weiß, was den heimischen Honig so wertvoll macht: „Wegen der Höhenlage hat die Biene zwar nur drei Monate Zeit für die Ernte, aber weil wir hier keine industrielle Landwirtschaft, keinen Ackerbau und keine Pestizide haben, wird der Honig besonders hochwertig.“ Die Nachfrage, vor allem nach Raritäten wie dem Almrauschhonig oder dem Löwenzahnhonig, hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die Sehnsucht nach guter und natürlicher Kost wird im Tannheimer Tal gestillt: Dort hat die Pflege heimischer Produkte eine lange Tradition und ist mittlerweile eine der touristischen Hauptattraktionen.

    Beste Referenzen: Hauben-Restaurants im Tannheimer Tal

    Erleben und genießen lässt sich das in jedem Dorf, in den zahlreichen Restaurants und Hofläden und natürlich in den Hütten oben am Berg. Ganz konsequent auf gute regionale Produkte setzt die Küche des Gasthaus Morent in Zöblen. Das Dorfgasthaus besitzt nicht nur einen eigenen Bauerngarten mit Pfefferkraut und Waldmeister, es werden auch überwiegend Fleisch, Eier, Milch und Fisch aus dem Tal verwendet. Das Ergebnis überzeugt zahlreiche Gourmetführer und wurde von GaultMillau mit einer Haube ausgezeichnet. Im kleinen Hochtal wurden zudem die Pure Gourmet Stube im Hotel Engel in Grän mit einer Haube sowie das Rot-Flüh Stüberl im Hotel Liebes Rot-Flüh in Grän und die Tannheimer Stube im Hotel Hohenfels in Tannheim sogar mit zwei Hauben geehrt. Gute Küche lässt sich auch unterwegs bei einer Wanderung oder einer Radtour genießen. Das bestätigt Andi Koch, dessen Fischerhütte am Greither Weiher in der Nähe von Tannheim sehr beliebt ist. Im Sommer werden jeden Tag fangfrische Forellen geräuchert und aufgetischt. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen für die Fischerei mit Fließgewässern wie den Vils-Ach-Bach und vor allem mit dem Haldensee und dem Vilsalpsee“, verrät der Obmann des Fischereivereins. Hecht und Renken im Haldensee, Saibling und Seeforelle im Vilsalpsee sind die bevorzugten Spezialitäten. Neben Andis Fischerhütte gibt es noch etliche andere auf Fisch spezialisierte Einkehrmöglichkeiten wie zum Beispiel die Tauschers Alm am Ufer des Haldensees direkt am Rad- und Wanderweg. Dort kommen ebenfalls frische Forellen und Saiblinge auf den Tisch und wer mag, der kann sich seine Mahlzeit auch selbst am Bloderteich angeln.

    Nach alter Tradition: Bergkäse und Bergbutter

    Im Tannheimer Tal gibt es sie noch: Die Betriebe, die klassische Handwerkstradition pflegen. In der Käserei Biedermann in Grän werden Käsespezialitäten nach alten Rezepten und mit modernster Technik zubereitet. Besonders beliebt sind der klassische würzige Bergkäse sowie der milde Aggensteiner, der nach dem Hausberg von Grän benannt ist. Als besondere Spezialität des Hochtals kann auch der Joghurt der Käserei Biedermann betitelt werden. Die verschiedenen Hofläden in den Orten sind kleine Schatztruhen, in denen allerhand Feines aus der Region angeboten wird. Beim Käthrer in Zöblen kann man sich mit dem hausgemachten Speck versorgen, der nach alter bäuerlicher Tradition mit Wacholder, Knoblauch und Salz zubereitet und in der Selchkammer an bestimmten Tagen im Mondrhythmus mit Buchenholz geräuchert wird. Im Laden gibt es außerdem Würste aus eigener Produktion, Honig und Almkäse. Beim Bauernladen Tannheim im Felixe Minas Haus werden Speck, Käse, Wurst, Marmeladen und Honig sowie Kräutertee, Liköre und Schnäpse verkauft. Geöffnet ist der Laden jeweils Dienstag- und Freitagnachmittag sowie Samstagvormittag. Beim s‘Höf Bräuhaus in Tannheim werden Helles, Dunkles und Weizenbier gebraut, Bierbrände und Bieressig hergestellt.

    Herzhaftes am Berg

    Gut und traditionell speisen lässt es sich nicht nur unten im Tal, sondern auch oben am Berg. Über 30 Hütten versorgen die hungrigen Wanderer und Radler und da spielt natürlich herzhafte bäuerliche Küche die Hauptrolle. Von der Frittaten- über die Speckknödelsuppe bis hin zu Käspressknödeln — auf den Hütten im Tannheimer Tal können die Gäste typische regionale Gerichte genießen, die nach einer Wanderung besonders gut schmecken.

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